Erfolgreich Eltern sein http://erfolgreich-eltern-sein.de Wed, 21 Aug 2013 09:02:14 +0000 de-DE hourly 1 http://wordpress.org/?v=3.5.1 Umfrage: ADHS und die Regelschule http://erfolgreich-eltern-sein.de/2013/07/16/umfrage-adhs-und-die-regelschule/ http://erfolgreich-eltern-sein.de/2013/07/16/umfrage-adhs-und-die-regelschule/#comments Tue, 16 Jul 2013 11:52:11 +0000 Helga Thiel http://erfolgreich-eltern-sein.de/?p=198 Weiterlesen ]]> Die Erfahrungen, die unser ADHS-betroffener Sohn während seiner Regelschulzeit machen durfte, haben unseren Glauben an das Schulsystem zutiefst erschüttert.

Die Anmassung und Gnadenlosigkeit mit der Lehrkräfte und übergeordnete Instanzen, bis hin zur Schulaufsichtsbehörde, mit Eltern und betroffenen Kindern umgehen ist ein Schrecken ohne Ende. Ich höre immer wieder von solchen und ähnlichen Fällen:

Lehrer stellen Diagnosen (sogar für Autismus)!?!?!?!?!

Schulgremien verordnen(!) stationäre Aufenthalte in der Psychiatrie!?!?!?!?!

Schwer gemobbten Kindern wird “Integrationsunfähigkeit” und eine “Gefährdungspotential” unterstellt. “Mobbing gibt es an unserer Schule nicht!”!?!?!?!?!

Sie glauben ich übertreibe? Ich befürchte nein, aber belegen kann ich es natürlich nicht. Aus diesem Grund möchte ich alle Eltern die Zeit, Lust und ein ADHS-betroffenes Kind haben bitten, an meiner kleinen, nicht repräsentativen Umfrage teilzunehmen. Die Beantwortung ist anonym möglich.

Natürlich, und darüber würde ich mich außerordentlich freuen, können Sie mir auch gerne in einem Kommentar Ihre persönliche Geschichte zum Thema schreiben (Textfeld ganz unten auf der Seite). Vielleicht besonders dann, wenn Sie andere, positivere und ermutigendere Erfahrungen gemacht haben.

Sollten Sie nichts dagegen haben, werde ich ernstgemeinte Beiträge, anonymisiert (ohne Namens- und Ortsangabe) und eventuell leicht gekürzt, unter Kommentare veröffentlichen. (Da aktuell Urlaubszeit ist, kann es zu Verzögerungen kommen.)

Herzliches Dankeschön an Sie alle!

 

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Und so funktioniert das “Abschreiben”! http://erfolgreich-eltern-sein.de/2013/06/05/und-so-funktioniert-das-abschreiben/ http://erfolgreich-eltern-sein.de/2013/06/05/und-so-funktioniert-das-abschreiben/#comments Wed, 05 Jun 2013 15:43:17 +0000 Helga Thiel http://erfolgreich-eltern-sein.de/?p=184 Weiterlesen ]]> Was muss da eigentlich noch hinzugefügt werden…

Danke liebe Frankfurter Rundschau für die ‘Steilvorlage’, Sie sind reingefallen mit Ansage.

Gerade heute habe ich bemängelt, dass in Frontal 21 (Sendung vom 04.06.2013, Beitrag “Psychopillen für Kinder – Ruhigstellen mit Nebenwirkungen”) eine Zweitverwertung von Bildmaterial in falschem Zusammenhang stattfand.

Die zwei Kinder sprachen in dem Beitrag eigentlich über ein homöopathisches Präparat, was nur derjenige ahnen kann der weiß, dass solche Mittel in der Regel aus kleinen, runden, süßen Streukügelchen bestehen, oder den ursprünglichen Beitrag zufällig gesehen hat.

Suggeriert wird jedoch, durch die folgenden Berichterstattung, es handele sich in dem Gespräch um ein Medikament wie Medikinet, Stratera oder Concerta.

In meinen Augen schon ein grober journalistischer Patzer.

Und nun das Zitat aus Frankfurter Rundschau, 05.06.2013, “TV-Kritik Frontal 21 – Pillen, Pech und Pannen”,  von Ninette Krüger:

“Justin ist 8 Jahre alt, Zweitklässler und hyperhaktiv. Seit er regelmäßig ein Medikament nimmt, läuft es in der Schule gut. Die süßlich schmeckenden Kügelchen machen ihn weniger zappelig. Auch Justins Geschwister bekommen Psychopharmaka gegen ADHS.”

(http://www.fr-online.de/tv-kritik/tv-kritik-frontal-21-pillen–pech-und-pannen,1473344,23125152.html)

Na, hat da jemand verstanden worüber er öffentlich schreibt? Wer sich so freiwillig selbst offenbart, macht mich sprachlos vor Glück.

 

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Das Seuchenwort “Ruhigstellen” http://erfolgreich-eltern-sein.de/2013/06/05/das-seuchenwort-ruhigstellen/ http://erfolgreich-eltern-sein.de/2013/06/05/das-seuchenwort-ruhigstellen/#comments Wed, 05 Jun 2013 09:45:51 +0000 Helga Thiel http://erfolgreich-eltern-sein.de/?p=178 Weiterlesen ]]> Zu “Frontal 21″, Sendung vom 04.06.2013, Beitrag “Psychopillen für Kinder – Ruhigstellen mit Nebenwirkungen”:

Und nun die 100tausendste unreflektierte Wiederholung! Wie hoch muss die Palme eigentlich noch werden auf die ich kraxeln möchte? Ist es denn zu glauben? Treten hier eigentlich noch Moderatoren an, oder täte es langsam auch der nachplappernde Papagei Erna aus der Nachbarschaft?

Sachliche Kritik, wie im gesendeten Beitrag, ist berechtigt und angebracht. Manches am Beitrag ist, meiner Ansicht nach, journalistisch-handwerklich schlecht gemacht oder weckt meinen Widerspruchsgeist. Dazu später mehr.

Aber dieser Titel und diese Anmoderation! Puuuh!

Was sind denn eigentlich “Psychopillen”?

Zur Behandlung einiger psychischer Erkrankungen gibt es glücklicherweise Medikamente die helfen. Darüber sind wir eigentlich alle froh. Wollen wir wirklich ernsthaft darüber diskutieren, ob wir Kinder von einer Behandlung ausschließen wollen, nur weil sie Kinder sind?

Also, ich betätige mich jetzt mal netterweise als Übersetzer: mit Psychopillen sind ja wohl die gängigen Medikamente zur Behandlung von ADHS gemeint.

Aber – und ich wiederhole mich gebetsmühlenartig – wo ist der Beleg für die Behauptung, dass diese Medikamente “ruhigstellen”? Das tun sie möglicherweise, wenn die Diagnose nicht stimmt, wenn falsch dosiert wird oder ein anderes Präparat zu empfehlen wäre. Solches kann und muss kritisiert werden. Die generelle Behauptung ist einfach falsch!

Auf die “Nebenwirkungen”, die hier so publikumswirksam im Titel präsentiert werden, wird im Beitrag erst ganz am Schluss, eigentlich am Rande eingegangen. Tut mir leid, aber das, was hier als neu verkauft wird, ist bekannt und steht im Beipackzettel. Aus diesem Grund werden bei einer empfohlenen Diagnostik bestimmt Risikofaktoren vor einer Verordnung ausgeschlossen, und werden medikamentierte Kinder engmaschig medizinisch überwacht.

Und liebe Moderatorin, auf welcher Kompetenz beruht denn eigentlich Ihre Aussage, es handele sich bei ADHS um eine ‘sogenannte’ Aufmerksamkeitsdefizitstörung? Haben wir gerade einmal wieder die vermeintliche”Ausgewogenheitspille” geschluckt und uns dem gängigen Modetrend der Pharmakritik unkritisch angepasst?

So viel zum ‘Drumherum’, im Beitrag geht es  zunächst nicht besser weiter.

Titel und Anmoderation suggerieren, es werde verharmlosend und viel zu leichtsinnig mit eigentlich hochgefährlichen Medikamenten umgegangen. Gleich in der ersten Einspielung wird dies geschickt und unterschwellig durch Weglassen von Informationen unterstrichen. Es wird Bildmaterial verwendet, dass in einem anderen Zusammenhang bereits gesendet wurde. An sich ja nicht verwerflich, wenn denn der Inhalt  dem thematisierten entspricht. Wenn die Jungs in dem gezeigten Ausschnitt von Pillen sprechen, die “rund” sind, “Kügelchen” und “süß schmecken”, sind mitnichten, wie suggeriert, die anschließend gezeigten Medikamente Medikinet und Concerta gemeint, sondern ein homöopathische Mittel, das im Ursprungsbericht auch namentlich genannt wird. Meiner Erinnerung nach “Zappelin”, ein sowohl bekanntes, wie in der Wirkung umstrittenes Sammel-Präparat zur Behandlung von Hyperaktivität.

Dr. Remo Largo, der nachfolgend zu Wort kommt, schätzt ich persönlich. Wichtigerweise möchte ich jedoch darauf hinweisen, dass er bereits in seinem ersten Satz Teilen der Anmoderation klar widerspricht.

Bei Peter Breggin bekomme ich akutes Bauchweh. Welche Dosierung des Medikament wurde den Schimpansen denn verabreicht? Und auch er selbst würde zum “Zombie” wenn er falsch dosierte Medikamente nähme. Paracetamol, in der “richtigen” Dosierung, ist beispielsweise ein sehr geeignetes Mittel um für finale Jenseitserfahrung zu sorgen.

Ganz abgesehen davon, dass ihm eine Nähe zur Scientology-Church nachgesagt wird. Er bestreitet dies vehement und durchaus glaubhaft. Anzumerken ist dennoch, dass er sich 2005 medienwirksam beim bekannten Mitglied Tom Cruise für thematische Meinungsäußerungen bedankt (http://www.huffingtonpost.com/dr-peter-breggin/thanks-tom-cruise_b_4284.html) und seine Frau ehemaliges Mitglied der Sekte ist (http://www.pbs.org/wgbh/pages/frontline/shows/medicating/interviews/breggin.html). Diese Umstände laut zu hinterfragen erscheint mir genau so legitim, wie die Frage, ob Studienergebnisse zu ADHS durch die Pharmaindustrie beeinflusst werden. Zur objektiven Berichterstattung gehört es aber tatsächlich beide Fragen zu stellen und genau solches unterbleibt.

Die sehr berechtigte Kritik am neuem DSM-5 – und einer nicht immer fachlich seriösen Diagnose- und Verordnungspraxis abseits der Experten – verkommt so fast zu einer Randnotiz: Schade darum!

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Ein Vortrag zum Schmunzeln? http://erfolgreich-eltern-sein.de/2013/05/24/ein-vortrag-zum-schmunzeln/ http://erfolgreich-eltern-sein.de/2013/05/24/ein-vortrag-zum-schmunzeln/#comments Fri, 24 May 2013 09:20:35 +0000 Helga Thiel http://erfolgreich-eltern-sein.de/?p=165 Weiterlesen ]]> Gestern besuchte ich einen Vortrag der Autorin Ulrike Mattern-Ott mit dem Titel “Von ohnmächtigen Tyrannen und hungrigen Suppenkaspern – Begegnungen mit Kindern in der Krise”.

Es war ein gewollt unterhaltsamer Vortrag mit amüsanten, leicht überspitzten Beispielen und netten Typisierungen für Kinder die Verhaltensauffälligkeiten zeigen, weil sie unter Druck stehen und ihrem Umfeld, insbesondere ihren Eltern, damit eine Botschaft schicken wollen.

Gestört hat mich, dass Sie viel kritisiert hat, was in der ernst zu nehmenden und wissenschaftlichen Praxis so längst nicht mehr State of the Art, also aktuell ist. Ebenso hat sie Maßnahmen eingefordert, die bereits Usus sind, oder zumindest bestimmt angemahnt werden. Vielleicht nicht auf einem tiefenpsychologischen Fundament fußend, wie von Frau Mattern-Ott gewünscht, aber neben Herr Freud hat die Psychologie ja nun auch einige Alternativen entwickelt, die immerhin ihre Wirksamkeit wissenschaftlich oft deutlich belegen können. Aber wissenschaftliche Ergebnisse haben bei Frau Mattern-Ott,  in Form einer unbegründeten Behauptung, den Beigeschmack von der Pharmalobby gesteuert zu sein. Ihre Verhaftung in  Feindbildern von gutem und bösem Umgang mit auffälligen Kindern hat mich enttäuscht. Auch ganz allgemein betrachtet, und von beiden Seiten, halte ich solche Ansichten für dringend überholungsbedürftig.

Ich möchte der erfahrenen Fachärztin für Kinder – und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie, Frau Mattern-Ott, nicht Unrecht tun. Dass was aus Ihrer tatsächlichen Arbeit mit den Eltern und Kindern durchklang, war geprägt von tiefem Verständnis, sehr viel Engagement und Erfahrung.

Ihr psychoanalytischer Denk- und Arbeitsansatz ist ein völlig anderer als meiner. Aber man muss ja nicht immer einer Ansicht sein, um ähnliche Arbeitsweisen zu entwickeln.

Viele Ihrer Kritikpunkte am gesellschaftlichen Umgang mit Kindern, am Einfluss der Pharmalobby, an der Pathologisierung “normaler” Entwicklungsabweichungen kann ich nachvollziehen und unterschreiben.

Sie waren mir nur alle ein wenig zu pauschal formuliert!

Gesamt gesehen vielleicht ärgerlich, aber kein wirklicher Aufreger!

Da mich die Pauschalisierungen eher langweilten, hatte ich jedoch Gelegenheit mir die Zusammensetzung und Reaktionen des Publikums näher zu betrachten.

Bei den humorvoll aufbereiteten Beispielen über die Verstrickungen von Eltern und Kindern gab es vielerorts Lächeln, verständigende Blicke, Kopfnicken. Fast alle schienen solche Eltern und Kinder zu kennen und hatten sich wohl (von außen betrachtet) Gedanken über diese gemacht.

Ich bekam zunehmend den Eindruck, hier säßen nur Erzieher(innen), Lehrer(innen) und wohlmeinende ältere Damen mit der Ansicht: früher wäre es für die Kinder einfach besser gewesen (jetzt formuliere ich auch einmal überspitzt).

Schleichend breitete sich eine eigentümlich sozialromantische Stimmungslage aus, wie ich sie, auch in meiner eigenen Ausbildung, schon unzählige Male erlebt habe: Wir sind alle einer Meinung gegen die böse Welt da draußen. Wir versichern uns unsere gegenseitige Unterstützung für unsere, vielleicht nicht immer laut gesagte, aber latent empfundene Meinung, dass alles viel einfacher wäre, wenn man die Eltern nur dazu bekäme bei ihren Kindern richtig umzugehen.

Fühlen Sie sich als Leser jetzt ertappt? Das wäre wirklich schön!

Dann käme nämlich vielleicht auch mein Apell bei Ihnen an:

Liebe institutionell Erziehenden, fasst euch doch bitte einmal selbstkritisch an die eigene Nase. Seid ihr tatsächlich aus dem Schneider? Seid ihr nicht genauso ratlos, und tappt Ihr nicht in die gleichen Fallen wie die Eltern. Was habt ihr gestern aus dem Vortrag mitgenommen?

Nur die bequeme Wohlfühlmeinung: Wir haben das Problem erkannt und delegieren es an die Eltern weiter.

Oder den anstrengenden, mühsamen, schmerzhaften Auftrag hinzusehen, Freiraum für die kindliche Entwicklung zu erkämpfen, sich gegen Gesellschaft und System aufzulehnen und sich damit gleichberechtigt an die Seite der Eltern zu stellen. Hier vor Ort im ganz alltäglichen Klein-Klein?

Denn ihr seid genauso Teil des gesellschaftlichen Systems, dass nicht nur auf die Kinder Druck ausübt, sondern auch und gerade auf die Eltern, die dem Zwang ausgesetzt sind immer perfekt sein zu müssen um störungsfreie Kinder zu produzieren.

So einfach, wie gestern abend dargestellt, scheint mir die ganze Chause beileibe nicht zu sein!

 

 

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Fehlinformation von Presse und Medien? http://erfolgreich-eltern-sein.de/2013/03/22/fehlinformation-von-presse-und-medien/ http://erfolgreich-eltern-sein.de/2013/03/22/fehlinformation-von-presse-und-medien/#comments Fri, 22 Mar 2013 17:23:12 +0000 Helga Thiel http://erfolgreich-eltern-sein.de/?p=146 Weiterlesen ]]> Wie Sie vielleicht schon festgestellt haben, reibe ich mich häufig an der Darstellung von ADHS in den Medien und der Presse.

Ich gebe gerne zu, dass psychische Erkrankungen nicht immer leicht fassbar sind. Es wird ja nun auch schon seit einiger Zeit intensiv über das Krankheitsbild Depression diskutiert. Dennoch überrascht mich immer wieder wie energisch gut gesichertes Wissen zum Thema ADHS  ignoriert werden kann.

Von Zeit zu Zeit wehren sich die Experten gegen die öffentliche Darstellung ihrer Arbeit und der Ergebnisse ihrer Forschung. Leider tun sie es meist in den einschlägigen Fachzeitschriften oder auf Plattformen die mehrheitlich von anderen Fachleuten besucht werden.

Ich bin der Meinung, dass es sehr wichtig wäre, solche Stellungnahmen einer noch viel gößeren Anzahl von Lesern zugänglich zu machen. Aus diesem Grund habe ich für alle, die ein Interesse daran haben weiter zu lesen, ein paar Links zusammengestellt.

Hier kommen sie, viel Spaß damit:

Da die Presse auch ausgiebig und einschlägig über den Barmer GEK Arztreport 2013 berichtet hat hierzu ebenfalls zwei Stellungnahmen:

Ich hoffe die Ausführungen sind erfreulich informativ!

 

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Jetzt auch der “Spiegel”? http://erfolgreich-eltern-sein.de/2013/02/27/jetzt-auch-der-spiegel/ http://erfolgreich-eltern-sein.de/2013/02/27/jetzt-auch-der-spiegel/#comments Wed, 27 Feb 2013 17:52:36 +0000 Helga Thiel http://erfolgreich-eltern-sein.de/?p=127 Weiterlesen ]]> Gestern beim Arzt im Wartezimmer ist mir beinahe der Kragen geplatzt.

Ich bekam eine Spiegel-Ausgabe vom 21.01.2013 in die Hand und frage mich seitdem, ob billige Effekthascherei denn tatsächlich so notwendig zum Leserfang ist, wie es der folgende Artikel vermuten lässt?

Eigentlich halte ich den “Spiegel” für ein seriöses Blatt und schätze seine meist gute Hintergrundrecherche. Zumindest ist sie in der Regel besser als bei anderen Zeitschriften. Und jetzt eine solche ‘Himbeere’:

In der Ausgabe 4/2013 fand ich unter der Titelstory “Die Psycho-Falle” den Artikel “Hirnschwund durch Psychopillen”.

Dass mit dem Begriff ‘Psychopillen’ gleich pauschal eine ganze Gruppe von sehr unterschiedlichen Medikamenten verunglimpft wird, sei mal dahin gestellt. Dass es nicht per se negativ sein muss, wenn man noch nicht bis ins letzte Detail verstanden hat, was eine Gruppe von Medikamenten bei Adhs und eine andere Gruppe bei Depressionen im Gehirn genau bewirkt, ebenfalls.

Dann aber als erstes die Horrormeldung mit einem toten Kleinkind (Diagnose bipolare Störung und Adhs) durch einen Medikamentencocktail. Sicherlich fragwürdig und tragisch, eignet sich aber leider auch hervorragend zur Stimmungsmache.

Es wird nicht erwähnt, aus welchen Medikamenten der sogenannte Cocktail eigentlich bestand. Aber vorsorglich wird schon einmal darauf hingewiesen, dass der Wirkstoff Methylphenidat gegen Adhs verordnet wird, und das natürlich mit steigender Tendenz. Warum in diesem Zusammenhang auch ausgeführt wird, dass der Verbrauch eines bestimmten Neuroleptikums zur Behandlung von Schizophrenie gestiegen sei, erschließt sich mir nicht. Litt das Kind etwa auch darunter?

Die Behauptung, dass immer mehr junge Menschen Medikamente gegen psychische Erkrankungen bekommen, bleibt ohne Beleg. Lediglich für eine zunehmende Verordnung von Methylphenidat bei Adhs wird der Arzneimittelverordnungs-Report 2012 als Quelle genannt. Eine Bewertung läßt eine solche Aussage aber eigentlich nicht zu. Könnte ja auch heißen, die dringend notwendige Versorgung all derer, die ein Medikament benötigen, hat sich verbessert. Zudem  ist mir eine solche Erkenntnis aus dieser Datensammlung nicht bekannt.

Stellt sich also ganz grundsätzlich die Frage worauf sich der Autor in seinen Ausführungen bezieht: auf den ‘Arzneimittelverordnungs-Report 2012′, oder den ‘Arzneimittelreport 2012′, oder den ‘Arztreport 2013′. Aus letzterem ist nämlich durchaus eine solche Aussage gemeldet worden. Allerdings ist anzumerken, dass dieser Report mitnichten eine Studie ist, sondern lediglich eine Erfassung der Daten aller Barmer-Versicherten, und viele Aussagen auf bestimmten Annahmen zu den Daten basieren.

Weiter wird nun kritisiert, dass nicht bewiesen sei, ob durch die Medikamente die Ursachen von ADHS, Depression und Schizophrenie behoben werden könnten. Ja, Hallo?

Um jetzt mal nur bei Adhs zu bleiben, denn bei den anderen Erkrankungen ist die Lage noch viel diffiziler. Bei Adhs wird eine starke genetische Komponente angenommen. Können Sie sich vorstellen, wie da medikamentöse Ursachenbekämpfung aussehen soll? Darf jetzt der Zuckerkranke kein Insulin mehr spritzen, weil er damit nicht die Ursache seiner Zuckerkrankheit beheben kann?

Und sind Sie mal ganz ehrlich, wann haben Sie zuletzt eine Kopfschmerztablette nicht genommen, weil sie nicht ursächlich wirkt?

Was soll das denn?

Jetzt kommt der Artikel endlich zum Kern seines Anliegens: der Veröffentlichung eines amerikanische Journalisten der “viele beunruhigende Studien” zum Thema schädliche Wirkung auf das Gehirn durch Psychopillen zusammengetragen habe.

Tatsächlich interessant! Nur -

Von jetzt an wird nur noch über Neuroleptika gesprochen. Eine Medikamentengruppe die seriöserweise bei Adhs nicht eingesetzt wird und zu der insbesondere das erwähnte Methylphenidat gar nicht gehört.

Was also sollte der ganze Einleitungskram? Panikmache, Pauschalurteile, schlecht oder unbelegte Behauptungen, alle Attribute der Klatschpresse verwurstet. Ich möchte fast die “Ärzte” zitieren: “Angst, Hass, Titten und der Wetterbericht”. Allerdings sprachen die von der Bild-Zeitung. Schade, schade, schade!

Und sehr ärgerlich!

 

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http://erfolgreich-eltern-sein.de/2013/02/27/jetzt-auch-der-spiegel/feed/ 0
Leserbrief zu “Alternativen zu Ritalin” Von Stefanie Schramm (dradio) http://erfolgreich-eltern-sein.de/2013/02/25/leserbrief-zu-alternativen-zu-ritalin-von-stefanie-schramm-dradio/ http://erfolgreich-eltern-sein.de/2013/02/25/leserbrief-zu-alternativen-zu-ritalin-von-stefanie-schramm-dradio/#comments Mon, 25 Feb 2013 17:17:16 +0000 Helga Thiel http://erfolgreich-eltern-sein.de/?p=96 Weiterlesen ]]> Betreff: “Alternativen zu Ritalin – Meta-Studie vergleicht verschiedene ADHS-Therapien” (19.02.2013)

Artikel: http://www.dradio.de/dlf/sendungen/forschak/2015890/

Von Stefanie Schramm

 

Sehr geehrte Frau Schramm,

Seit über 15 Jahren stecke ich tief in der Materie ADHS. In dieser Zeit hat sich wissenschaftlich enorm viel getan und die journalistische Berichterstattung hat sich durchaus engagiert des Themas angenommen.

Dass Sie relativ sachlich über die Meta-Studie berichten (auch wenn die Headline nicht ganz mit dem Fazit Ihres Artikels übereinstimmt), freut mich sehr.

Allerdings setzen Sie sich mit Ihrer Formulierung, dass Ritalin “ruhigstellen” würde, möglicherweise dem Vorwurf aus, ungenügend recherchiert zu haben. Mir ist bisher kein Adhs Experte bekannt, der solches jemals behauptet hätte. Falls ich hier eine Wissenslücke haben sollte, dürfen Sie mich gerne korrigieren.

Ich empfinde den Begriff “ruhigstellend” in diesem Fall als stark missverständlich. Im schlimmsten Fall würde seine unsachliche, polemischen und unüberprüfte Verwendung nicht nur Ihre Berichterstattung diskreditieren, er würde auch für Verunsicherung, Vorverurteilung und Stigmatisierung derer sorgen, die die Medikamentierung benötigen. Er widerspräche somit auch der eigentlichen Aussage Ihres Artikels

Es wäre wirklich schön, einmal einen ausführlich recherchierten Artikel allein zum Thema Medikation und sogenannter “Ruhigstellung” zu hören oder zu lesen.

Ich möchte mich gerne positiv von Ihnen überraschen lassen.

Mit freundlichen Grüßen

Helga Thiel

 

Als kleiner Hinweis und wärmstens ans Herz gelegt: http://www.zentrales-adhs-netz.de/fileadmin/ADHS/Fuer_Therapeuten/Fachliteratur/Artikel/Deutsche_Uebersetzung_des_International_Consensus_Statements_on_ADHD.pdf

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http://erfolgreich-eltern-sein.de/2013/02/25/leserbrief-zu-alternativen-zu-ritalin-von-stefanie-schramm-dradio/feed/ 0
Winterwald http://erfolgreich-eltern-sein.de/2013/02/21/winterwald-februar-2013/ http://erfolgreich-eltern-sein.de/2013/02/21/winterwald-februar-2013/#comments Thu, 21 Feb 2013 16:59:18 +0000 Helga Thiel http://erfolgreich-eltern-sein.de/?p=79 Weiterlesen ]]>  

Wann haben Sie zuIMGP5080letzt einen Waldspaziergang mit offenen Augen gemacht? Wenn uns manchmal so viele Gedanken im Kopf herumwandern, wenn vielleicht Sorgen drücken und der Alltag mit seiner Hektik uns ganz taub und blind macht, dann sehen und spüren wir sie nicht, die vielen schönen Kleinigkeiten um uns herum. Begleiten Sie mich doch einfach ein Stück des Weges…

Winterwald 2

 

Kalt war es, die Sonne stand schon tief und beschien die Stämme der Bäume.

Winterwald 4

 

Brachte die grün bemoosten Stümpfe zum Leuchten. Ließ den Schnee dazwischen glitzern.

Trotz der eisigen Luft zwitscherten schon die Vögel. Überall im Winterwald war Bewegung und Geraschel.

Winterwald 3

 

 

Denn das Leben findet immer einen Weg. Nicht immer den geraden! Die eine oder andere Verletzung läßt ihre Narben zurück.

Winterwald 7

 

Aber sobald es warm werden wird, bekommen diese knorrigen Gesellen Blätter. Das Laub wird grün und dicht sein. Sie umhüllen mit einem lebenden raschelnden Mantel.

Sind sie nicht schön?Winterwald 6

 

 

 

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